Es fühlte sich alles schon wieder so weit weg an. Und alles kämpfte sich bruchstückhaft in meine grauen Zellen: *Der riesengroße Frankfurter Flughafen und seine Atmosphäre, ein Gemisch von Freiheit, Sehnsucht und Fremde*, *Die tropische Dunstglocke, die mich beim Verlassen der klimatisierten Flughalle in Santo Domingo wie ein Schlag traf und wie ich zuerst dachte, ich könnte in dieser Hitze keinen einzigen Atemzug machen*, *Die abenteuerliche dreistündige Autofahrt in`s Hotel mit Cicco, dem Taxifahrer, der während des Autofahrens Western-DVD`s schaute ... ungewohnte, fremde und irgendwie besoffen machende Lebensleichtigkeit*, *Die Straßen an sich: Trümmerfelder, die einmal aufgerissen, nie wieder asphaltiert wurden*, *Der warme Wind im Haar, als ich mit meiner Mum als Copilot zum ersten Mal im Leben auf eben diesen unsäglichen Straßen Quad gefahren bin*, *Der Sonnenstich am Abend...*, *Cuba Libre ...viel zuviel davon...und der Schwur, ihn im Leben nie nich mehr zu trinken*, *Der weiche Sand zwischen meinen Zehen*, *Die Zeit am Morgen, 6 Uhr: Nur das warme Meer und ich*, *Die mir so fremden und einfachen, oft verwahrlosten Häuser der Dominikaner*, *Die unbeschreibliche Schönheit der Natur und im krassen Gegensatz dazu der widerliche Müll*, *Salsa, Merengue und mein Wunsch einfach mal wieder Linkin Park zu hören*, *Die pulsierende Hauptstadt, das Verkehrschaos, die skurrilen Stromleitungen*, *Kleine Kochbananen, Wassermelonen, Maracujas*, *Mein (Nicht)Erlebnis mit dem dominikanischen, verdammt gutaussehendem Rechtsanwalt, dessen Telefonnummer ich noch immer mit mir herumtrage...und niemals wählen werde...aber alleine das Ich-könnte-doch bringt mich zum Grinsen*, *Die Mangrovenbäume im Nationalpark Los Haitieses, die Höhlen und die rasante Bootsfahrt* und, und, und ...
Hach ja, und jetzt steh ich hier vor ALDI und rege mich über mich einparkende Blitzbirnen auf...;-)

